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DM-Degen Leipzig: Durch Verletzung ausgebremst

by - 9. Mai 2016
Imke Duplitzer mit Heimtrainer 01

Imke Duplitzer mit Heimtrainer Martin Heidenreich

Ein wenig anders hatte sich Imke Duplitzer das wohl vorgestellt. Beim letzten Training am Freitagabend in Halle war die neunmalige Deutsche Einzelmeisterin noch zuversichtlich. Doch das Knie machte ihr einen Tag später einen Strich durch die Rechnung.

Vorab gehörte die zweimalige Europameisterin in der sächsischen Metropole auf jeden Fall zu den Top-Favoritinnen. Vor Jahresfrist hatte sie in Leipzig durch einen deutlichen 11:5-Sieg gegen Lokalmatadorin Monika Sozanska Einzeltitel Nummer neun erfochten.

Bis zum Viertelfinale lief bei der Deutschen Degenmeisterschaft im benachbarten Leipzig am vergangenen Samstag alles nach Plan. Der anwesenden Konkurrenz entledigte sie sich mit sicheren Siegen, erreichte durch ein klares 15:10 gegen Edina Bekefi aus Leverkusen das Viertelfinale. Gegnerin hier war die Tauberbischofsheimerin Beate Christmann. Beide kennen sich längst aus unzähligen Trainingsgefechten, gestalteten den Kampf zunächst offen. „Doch dann habe ich mir bei einem Ausfall das Knie verdreht“, blickt Imke Duplitzer einige Zeit später auf das Geschehen zurück. „Mir war klar, wenn ich jetzt weiter durchziehe, dann könnte es dann gewesen sein“, erklärt sie weiter. Derart gehandicapt, war an einen Sieg und den damit verbundenen Einzug in das Halbfinale nicht mehr zu denken. Rang sieben hieß es damit am Ende für die hallesche Degenspezialistin. Imke Duplitzer, die in diesem Jahr die EM-Teilnahme in Torun anstrebt, ließ die Verletzung nach Ende des Kampfes unverzüglich untersuchen. Später konnte dann bereits Entwarnung gegeben werden. „Es ist nichts beschädigt. Das Ganze ist wohl auf den Trainingsrückstand zurückzuführen“, atmete sie später erleichtert auf. In den letzten Wochen hatte sie sich intensiv auf ihr Studium konzentriert. Für Imke Duplitzer wäre die Teilnahme an der EM im Juni in Torun (Polen) nach der verpassten Olympiaqualifikation zumindest ein in Teilen versöhnlicher Saisonabschluss.

Noch bevor sie sich am Samstagnachmittag wieder auf den Weg machte, sie steht gerade vor ihrer Bachelorarbeit als angehende Psychologin, ließ sie es sich nicht nehmen, ihren langjährigen Nationalmannschaftskollegen Jörg Fiedler alles Gute für seine neue Aufgabe als Trainer zu wünschen. Der 38-jährige aus dem benachbarten Leipzig war am vergangenen Samstag vom aktiven Leistungssport verabschiedet worden und wird zukünftig die jungen Degentalente am dortigen Bundesnachwuchsstützpunkt trainieren.

Degenfechter Bernd Stöhr vom Fechtcentrum Halle beendete den Einzelwettbewerb auf Rang 62, das hallesche Degen-Team des Fechtcentrums landete im Mannschafts-Wettbewerb auf Rang 18.

 

 

 

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