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Erfolgversprechender Jahresauftakt

by - 12. Januar 2015
Schünke Duplitzer Heidelberg 02

Im Gefecht: Anja Schünke (li.) und Imke Duplitzer/ Foto: Olaf Wolf

Sichtlich zufrieden verließ Degenspezialistin Imke Duplitzer am Sonntagabend die GBG-Sporthalle in Mannheim. Mit ihrem Sieg beim „30. Preis der Quadratestadt Mannheim“ konnte sie einen erfolgversprechenden Jahresauftakt in das neue Jahr feiern. Das sie dort bereits zum insgesamt siebten Mal als Siegerin von der Fechtbahn ging, war für sie selbst insofern besonders wichtig, da just der Veranstalter in diesem Jahr Turnier-Jubiläum feierte.

Erfolgversprechender Jahresauftakt (Download als PDF)

Aus dem vollen Training heraus war die zweimalige Europameisterin nach Mannheim gereist, hatte zuvor gut eine Woche in Tauberbischofsheim mit den Degenherren intensiv trainiert. Eine Finalrundenplatzierung unter den besten acht hatte ihr einstiger Heimtrainer Martin Heidenreich, er betreut die TSG-erin in Abwesenheit von Didier Ollagnon, vorab ausgegeben. Doch die 39-jährige wollte sich mit jenem Minimalziel nicht zufrieden geben.
Meist mit klaren Siegen marschierte sie in Richtung Finalrunde. Im Achtelfinale traf sie auf die Leverkusenerin Alexandra Ndolo, der sie zunächst mit 9:15 unterlag. „Na dann nehme ich eben die Ehrenrunde“, kommentierte Imke Duplitzer jenes Gefechtsergebnis. Über den 15:14-Sieg im Hoffnungslauf gegen Nadine Stahlberg aus Offenbach qualifizierte sich die TSG-Fechterin für die angestrebte Finalrunde von Mannheim. Gegnerin im Viertelfinale war dann erneut Alexandra Ndolo. Doch diesmal drehte Imke Duplitzer den Spieß um, setzte sich knapp, aber verdient mit 15:14 gegen die Leverkusenerin durch.

Schünke Duplitzer Heidelberg 01

Im Nahkampf: Imke Duplitzer (re.) und Anja Schünke/ Foto: Olaf Wolf

Wer Imke kennt, weiß, dass sie es dabei nicht belässt. Sie hat die Motivation, dann ganz oben zu stehen zu wollen“, skizziert Martin Heidenreich die Situation nach dem Viertelfinalsieg. Und so sah er sie anschließend auch. Im Halbfinale hatte sich Imke Duplitzer mit der Heidenheimerin Ricarda Multerer auseinanderzusetzen. „Da war doch noch was?“ dachte sich die Wahl- Hallenserin. Vor knapp vier Wochen standen sich beide im Finale des Internationalen Turniers von Heidelberg gegenüber, siegte am Ende Multerer mit 15:9 gegen die Team- Olympia-Zweite des Jahres 2004. „Wiederholung ausgeschlossen“, war da kurz vor Gefechtsbeginn zu vernehmen. Von Beginn an übernahm Duplitzer die Initiative, siegte am Ende sicher mit 15:11.
Gegen ihre Finalgegnerin Anja Schünke (Heidenheim) präsentierte sie sich in einer ganz anderen Facette. Die sonst angriffsorientierte Degenfechterin zeigte, dass sie auch mit passivem Fechten ausgezeichnet umgehen kann. Zwei Mal unterbrach der Kampfrichter das Gefecht wegen jener Passivität beider Fechterinnen, ging sofort in das nächste Drittel. Dort musste dann im letzten Gefechtsabschnitt innerhalb von 60 Sekunden eine Entscheidung fallen. Imke Duplitzer setzte den ersten Treffer, zwang damit die Heidenheimerin zum Handeln. Deren Angriffe wehrte sie gekonnt ab, gewann am Ende mit 3:0.

Die Richtung stimmt, das Training wirkt“, meint Imke Duplitzer kurz nach dem Finale. „Ich freue mich über den Sieg und das Ergebnis.“
Das war Klasse“, bescheinigt ihr nach dem Finale Coach Martin Heidenreich. „Das war technisch und taktisch ein sehr gutes Turnier von Imke. Die Niederlage zwischendurch sehe ich als Ausrutscher, das kann mal passieren. Aber sie hat draus gelernt, sofort umgestellt. Und ihr Selbstbewusstsein, ihre Motivation, das Turnier zu gewinnen, war deutlich zu sehen. Das hat mir sehr gefallen“, ergänzt er.
Imke Duplitzer ihrerseits fügt hinzu: „Jetzt ist es wichtig, auch wieder international, dort, wo der Wind rauer ist, zu punkten.. Daher werde ich mich auf den kommenden Weltcup in 14 Tagen in Barcelona konzentriert vorbereiten.
Da sollen dann wieder Weltranglistenpunkte her. Sie sind für die TSG-Fechterin wichtig, geht es doch ab Anfang April in die Olympiaqualifikation. „Das ist ganz einfach: Mehr Punkte bedeuten, einen besseren Einstieg in dann jeden folgenden Weltcup zu finden, erhöht die Aussicht, weitere Punkte zu sammeln. Daran werden wir weiter konsequent, auch mit meinem Kollegen Didier Ollagnon, arbeiten. Unser Ziel ist klar: Die Olympischen Spiele 2016 in Rio zu erreichen“, blickt Martin Heidenreich abschließend nach vorn.

 

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