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Hallesche Dominanz

by - 7. April 2014

Merseburg war am vergangenen Wochenende Schauplatz der diesjährigen Szene Florett 01 Merseburg„Offenen Landeseinzelmeisterschaften im Fechten“. Die Dominanz der hallschen Teilnehmer/innen war dabei unverkennbar.

Nicht weniger als fünf Titel holten die TSG-Fechter des Fechtcentrum-Halle und des mit ihnen freundschaftlich verbundene SV Halle gemeinsam in die Saalestadt.

Hallesche Dominanz (Download als PDF)

 

Gleich fünf TSG-Florettspezialisten stritten gemeinsam mit Vertretern aus Sachsen und Thüringen um die Krone bei den Aktiven. Die setzte sich am Ende Bernd Stöhr nach einem verdienten 15:13 Finalsieg gegen den Jenaer Nils Westphal auf. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden, wie auch Stöhr’s Mannschaftskameraden Eric Braatz und Jan Losert mit dem Thüringer, war so lange noch nicht her. Vor 14 Tagen traf man sich in Jena, um die dritte Runde im „Deutschland-Pokal für Vereinsmannschaften“ auszufechten. Das Ergebnis ist bekannt: Die Florett-Experten der TSG Halle-Neustadt bezwangen in einem spannenden Mannschaftskampf den FSC Jena, rangen damit einen der großen Favoriten um die Trophäe des „Deutschland-Pokal“ nieder. Eric Braatz, Landesmeister des Jahres 2012, blieb diesmal am Jenaer Westphal im Halbfinale „hängen“, wurde am Ende gemeinsam mit seinem Vereinskameraden Martin Aguilar-Duran Dritter.

Beachtlich der fünfte Rang des Florett-Kadetten Tilman Richter, der sich zugleich den Titel bei den Junioren sicherte. Jan Losert zementierte mit Position sieben die Dominanz der TSG-Fechter bei den Aktiven.

Ein deutliches Achtungszeichen setzte bei den Florett-Kadetten der erst 13-jährige Christoph Schätzke, der als Jüngster in jenem Starterfeld am Ende Zweiter wurde. Nur der um ein Jahr ältere Marcus Jennewein aus Weimar erwies sich als unüberwindbar, gewann im Finale am Ende gegen den jungen TSG-er 15:4.

Mit Ira Sothen und Alida Riedel setzten sich im Starterfeld der Florett-Aktiven zwei junge Nachwuchsfechterinnen erfolgreich in Szene. Auch wenn es nicht ganz für beide zu Edelmetall reichte, Rang sechs und sieben bei den Aktiven, zudem die Plätze drei und fünf bei den Kadettinnen, bescheinigen beiden erfolgreiches Abschneiden bei den Landesmeisterschaften in Merseburg.

Für alle TSG-er waren diese Landesmeisterschaften nochmals ein wichtiger Test vor den nun anstehenden nationalen Höhepunkten“, meint Florett-Trainer Janos Igaly nach Ende der Wettbewerbe. „Ich habe spannende Gefechte gesehen und nochmals wichtige Schlüsse für das weitere Training ziehen können“, ergänzt er. Für einen Großteil der TSG-Fechter/innen geht es am kommenden Wochenende zum Trainingslager nach Budapest. Dort werden sie sich intensiv auf die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften in verschieden Altersklassen vorbereiten.

Das dritte Gold sicherte sich am Sonntag A-Jugend-Degenfechter Nico Hünniger, der im Finale den Berliner Phil Waszak mit 15:12 hinter sich ließ. Die TSG-er Maximilian Dolg, Kevin Wolf und Adrian Leimert verpassten mit den Positionen 5,6 und 8 nur knapp das Podest. „Vier Mal in der Finalrunde, am Ende den Titel sicher geholt, das kann sich sehen lassen“, freut sich auch Degen-Coach Matthias Hertel.

Spannend war dann das Finale bei den Degen-Damen. Beate Schenkel vom SV Halle traf dort auf Stadtrivalin Lena Kuhn von der TSG Halle-Neustadt. Die SV-erin setzte sich in einem bis zum Ende offenen Gefecht schlussendlich mit 15:13 durch, konnte zugleich ihren ersten Landesmeistertitel feiern.

Titel Nummer fünf ging dann wieder an die TSG Halle-Neustadt. Und das gleich im Doppelpack. Rüdiger Schätzke hatte bei den Degen-Senioren bis 50 Jahre gegen seinen alten Vereinskameraden Torsten Schmäck am Ende die Nase vorn. Beide kenn sich seit vielen Jahren, feierten daher anschließend gemeinsam Gold und Silber. Andreas Stang rundete mit Position sechs das Abschneiden der Hallenser in jener Altersklasse ab.

Ebenfalls beachtlich der siebte Rang von Degen-Kadettin Corinna Schmid. Die 16-jährige, die seit gut einem Jahr dem Fechtsport frönt und von Diana Schulz trainiert wird, schaffte es in ihrem, ersten Ranglisten-Turnier gleich bis in die Finalrunde, wurde am Ende Siebte.

Eng wurde es in der Entscheidung bei den Degen-Herren. Nachdem Titelverteidiger Sören Knoll, er konzentriert sich derzeitig auf sein Studium, nicht am Start war, ergab sich für die SV-er Jens Jarsetz und Steffen Weise die Chance, den Titel zu ergattern. Doch zwei Berliner machten den halleschen Vertretern jenen Landestitel streitig. Der Wittenauer Christopher Prohl setzte sich zunächst im Viertelfinale gegen Steffen Weise mit 15:11 durch, musste sich im anschließenden Halbfinale dann Jens Jarsetz mit gleichem Ergebnis beugen. Das Finale bestritt der SV-er, seit langem von Altmeister Roland Opitz trainiert, gegen Prohl’s Vereinskollegen Laurent Lhuissier. Am Ende setzte der Berliner den entscheidenden Treffer zum 15:14, durfte sich damit als sachsen-anhaltinischer Landemeister feiern lassen. „Dennoch, die Jungs haben hier prima gefochten, Klasse Gefechte gezeigt. Die SV-Fechter haben mit ihren Platzierungen unter Beweis gestellt, dass sie nicht umsonst noch im Degenwettbewerb des Deutschland-Pokals vertreten sind“, meint Matthias Hertel anerkennend.
Rang zwei für Jens Jarsetz, Position sechs für Steffen Weise, die Plätze sieben und neun für die TSG-Fechter Bernd Stöhr und Riccardo Sehner sind sichtbarer Beleg für eine starke hallesche Degenkonkurrenz in Sachsen-Anhalt.

Maximilian Stang (TSG Halle-Neustadt), am Ende auf Platz 15 bei den Aktiven, durfte sich zudem als Dritter des Junioren-Wettbewerbs feiern lassen.

Diethelm Schwarze vervollständigte mit Rang zwei in der Senioren-AK II die Medaillensammlung der Degenspezialisten des SV Halle.

Im Wettkampf sind sie Konkurrenten, aber im Alltag verbindet beide Vereine inzwischen vieles“, blickt Thomas Riedel, Landesfachverbandspräsident auf das Wochenende zurück. „Längst gehört die Zusammenarbeit zur Normalität. Ob gemeinsames und wechselseitiges Training, gegenseitige Besuche oder einfach das Bereitstellen von Wettkampfmöglichkeiten, es gibt viele Schnittpunkte zwischen den Fechterinnen und Fechtern des SV Halle und der TSG Halle-Neustadt“, so Riedel weiter. „Deutlich sichtbar ist natürlich die Dominanz des halleschen TSG- Nachwuchses im Florett und Degen, zudem im Florett bei den Aktiven. Auch dort haben sie eine starke Truppe. Gleiches gilt für die SV-Fechter/innen, die im Degen bei den Aktiven und Senioren noch immer eine feine Klinge führen. Das kann nur von gegenseitigem Nutzen sein, entspricht zudem der Ausrichtung beider Vereine“, ergänzt Thomas Riedel abschließend.

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