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Nachwuchs mausert sich

by - 12. März 2014
Sieger König 2014_01

Die Sieger des König-Pokal 2014

Noch immer sind einige im Glauben, man fechte in Halle den „König“ aus. Doch weit gefehlt. Der Turnier-Name ist mehr als nur eine Reminiszenz an den Namensgeber und Hauptsponsor, die Firma König-Elektro-Fernmeldebau GmbH aus Brachstedt.

Seit mehr als 21 Jahren ist sie verlässlicher und starker Partner des Fechtcentrum-Halle und des Fechterbundes Sachsen-Anhalt. Ohne sie gäbe es wohl kaum jenes international besetzte Turnier, den „König-Bus“, der jährlich mehr als 30.000 km mit dem halleschen Fechtnachwuchs herunter spult. Eng mit dem Turnier verbunden ist zudem Prokurist Eberhard Kranich, der 16 der 21 Turniere persönlich begleitete. Er gehört inzwischen ebenso zum Turnier, wie auch die junge, rund 30-köpfige, japanische Delegation, die sich aus dem fernen Tokio erneut auf den Weg ins rund 9000 km entfernte Halle machte.

Die Dokumentation des „XXI. Internationalen König-Pokal“ als Download

Nachwuchs mausert sich (Download als PDF)

Für den Fecht-Nachwuchs des gastgebenden Fechtcentrum-Halle reichte es am vergangenen Wochenende zwar (noch) nicht für einen Podestplatz in Sachen Pokal-Wertung, doch die Ergebnisse der halleschen Vertreter/innen beim „XXI. Internationalen König-Pokal“ konnten sich durchaus sehen lassen.

Nach ihrem siebenten Platz im Vorjahr schaffte B-Jugend Florett-Spezialistin Alida Riedel in diesem Jahr den Sprung auf das Podest. Rang drei durfte sie am Samstag feiern, erreichte damit zugleich das beste TSG-Ergebnis des diesjährigen „König-Pokals“.

TSG-er Christoph Schätzke verpasste nach einer 7:10-Niederlage im Achtelfinale gegen Julius Haupt (Weimar) knapp den Einzug in die Finalrunde, belegte am Ende Rang Neun. Vor Jahresfrist stand für ihn noch Position 12 in der Ergebnisübersicht.
Alina Ballhaus zog sich im jüngeren B-Jugend-Jahrgang zudem mit Rang 15, Danny Sandro Kaufmann im älteren B-Jugend-Jahrgang mit Position 17, ebenfalls achtbar aus der Affäre.

Den wohl größten Sprung machte Florett-Kadett Tilman Richter. Vor einem Jahr fand er sich auf Rang 44 wieder, schaffte es in diesem Jahr in die Top Ten. Knapp 90 Florettfechter aus dem In- und Ausland hatten in diesem Jahr für den König-Pokal in jener A-Jugend gemeldet. Tilman Richter entledigte sich der Aufgabe in der Vorrunde mit Bravour, marschierte zielstrebig in Richtung Finalrunde. Doch ausgerechnet der Ex-TSG-er Marcus Praus, heute für Berlin-Wittenau startend, machte ihm im Achtelfinale einen Strich durch die Rechnung, gewann gegen Tilman am Ende mit 15:13. „Der Sieg war drin“, meint später Trainer Janos Igaly. „Es war die Summe der individuellen Fehler, die Tilman gemacht hat. Diese werden wir schnellstens abstellen, und uns jetzt auf die kommenden Aufgaben gezielt vorbereiten“, fügt der Coach hinzu. „Doch festzustellen bleibt, dass er einen großen Sprung nach vorn gemacht hat. Der 10. Platz in der Gesamtwertung ist ein klarer Hinweis darauf“, so Janos Igaly abschließend.

Für die Brüder Martin und Johannes Schmidt hieß es dagegen, Erfahrungen zu sammeln. Im ersten Jahr in jener A-Jugend fechtend, mussten sich beide der bis zu zwei Jahre älteren Konkurrenz im Direktausscheid geschlagen geben.

Ira Sothen marschierte in der A-Jugend bis in das Achtelfinale, musste sich hier der späteren Gesamt-Dritten im Damenflorett, Caecilia Thürmer aus Weimar, mit 4:15 beugen. Sie belegte am Ende einen beachtlichen Platz 15.

Rang sechs belegten die halleschen Florett-Artisten am Ende in der der Mannschaftswertung, mussten sich knapp den Mannschaften aus Moers (Rang 5) und dem japanischen National-Team (Rang 4) geschlagen geben.

Der FSC Jena löste zugleich den SC Berlin in Sachen Pokal-Wertung ab, punktete vor allem mit insgesamt drei Podestplätzen am Wettkampfwochenende.

Wir sind ohne Zweifel auf einem guten Weg“, meint Landesfachverbands-Präsident Thomas Riedel nach Ende des Turniers. „Die Leistungssteigerungen waren am Wochenende deutlich zu sehen. Unsere jungen Fechter/innen sind auf Augenhöhe. Zudem stehen einige gute, junge Nachwuchsfechter in den Startlöchern, die im kommenden Jahr in das Geschehen eingreifen wollen“, ergänzt er. „Jetzt bereiten wir uns zielgerichtet auf die in den nächsten Wochen folgenden Deutschen Meisterschaften vor, wollen dort in den verschiedenen Waffen und Altersklassen mitreden.

Rückblickend auf den „König-Pokal“ in seiner 21. Auflage erklärt der einstige Säbelspezialist: „Unsere japanischen Gäste haben ihre Teilnahme im kommenden Jahr bereits avisiert. Zudem ist das Turnier mit seinen rund 300 Teilnehmern inzwischen in vielen Bundesländern fester Bestandteil des Wettkampfkalenders. Neben den Nachbarn aus Sachsen, Thüringen und Bayern, sie sind nicht nur Stammgäste und haben jenen Pokal seit langem in ihre Wettkampfplanungen integriert, sagten für 2015 auch die Landesverbände aus Mecklenburg-Vorpommern und Württemberg die Aufnahme des König-Pokals in ihren Turnierkalender zu. Ein deutlicheres Zeichen für eine Wertschätzung der Veranstaltung kann man nicht erhalten“, so Thomas Riedel abschließend.

Dann werden erneut auf 24 Fechtbahnen junge Fechter/innen aus allen Teilen Deutschlands, dem europäischen Ausland und dem fernen Japan um den begehrten „König-Pokal“ fechten. Und die halleschen Gastgeber werden in Sachen Pokal dann erneut angreifen. Denn schließlich sind sie auch wieder einmal an der Reihe. Drauf haben sie es.

Die Pokal-Platzierungen: 1. FSC Jena, 2. PSV Weimar, 3. SC Berlin, 4. Japan, 5. FC Moers, 6. TSG Halle-Neustadt

From → Allgemein

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