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Starker Veitenheimer trumpft in Halle auf

by - 25. November 2013

Veitenheimer und Alexander Perelmann

Verdienter Sieger: Ciaran Veitenheimer mit Trainer Alexander Perelmann

Der Weinheimer Ciaran Veitenheimer hat die 10. Auflage des „Internationalen Händel-Cup der Saalesparkasse Halle“, seines Zeichens Cadet-Circuit des Europäischen Fechtverbandes EFC, für sich entschieden. Der 16-jährige bezwang in einem starken Finalgefecht den Franzosen Quentin Thivel klar mit 15:10.

Jener „Händel-Cup“ in der Saalestadt scheint offensichtlich ein Erfolgspflaster für den deutschen Florettnachwuchs zu sein. Im Vorjahr hieß der Sieger Björn-Erik Weiner (Bonn), in der Saison 2008/2009 trug sich Andre Sanita (Bonn) in die Siegerliste ein.  Marius Braun, der Bonner holte im Sommer mit dem Deutschen Florett-Team bekanntlich Gold bei der EM in Zagreb, durfte sich im November 2005 als Sieger feiern lassen. 

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Starker Veitenheimer trumpft in Halle auf  (Download als PDF)

Rund 200 Starter aus 20 Nationen hatten am Samstag den Kampf um den begehrten „Händel-Cup“ aufgenommen. Ciaran Veitenheimer löste seine Anfangsaufgabe mit Bravour, blieb in der ersten Runde ohne Niederlage. Ein wenig mehr Mühe hatte er in der Zwischenrunde, qualifizierte sich dennoch sicher für den folgenden Direktausscheid. Dem ließ er souveräne Siege bis in die Finalrunde folgen.

Dort traf er zunächst auf den Polen Maciej Podralski, den er mit 15:12 überwand. Äußerst spannend wurde das Halbfinale gegen den starken Ungarn Tamas Meszaros. Der ging zunächst in Führung, setzte sich bis auf 11:5 ab. Doch Veitenheimer konterte, glich nicht nur aus, sondern beendete mit einem starken Schlussspurt das Gefecht mit 15:13 zu seinen Gunsten.

 Sein Finalgegner Quentin Thivel, einer von insgesamt vier französischen Vertretern, die den Sprung in die Top Ten schafften, hatte mit nur einer Niederlage in zwei Runden ein deutliches Achtungszeichen gesetzt.  Auch er marschierte sicher in die Runde der letzten Acht, stand zu Recht dann im Finale von Halle. Doch Ciaran Veitenheimer ließ sich jenen Sieg nicht mehr nehmen, agierte im letzten Gefecht des Tages von Beginn an offensiv und siegte am Ende verdient mit 15:10 gegen den Franzosen.  „Der Sieg hier ist das Ergebnis einer 10-jährigen, guten und spannenden Arbeit“, freut sich anschließend sein Trainer Alexander Perelmann, der sich zugleich für die Perspektivkader des Deutschen Fechter-Bundes verantwortlich zeichnet. Nach den Gründen für den Erfolg befragt, meint Alexander Perelmann: „Es waren heute die Mischung aus Disziplin, Athletik und seinem fechterischen Potential. In der zweiten Runde war er zwar ein wenig nervös, hat das dann aber schnell in den Griff bekommen. Ausschlaggebend war dann sicher seine Beständigkeit und sein unbedingter Siegwille“, so Alexander Perelmann weiter.

 Tilman RichterFür den einzigen halleschen Vertreter, den 15-jährigen Tilman Richter von der gastgebenden TSG Halle-Neustadt lief zunächst alles nach Plan. Die Vorrunde überstand er ohne Probleme, zog sich auch in der Zwischenrunde gut aus der Affäre. Doch dann wartete im 128- er Tableau ausgerechnet der Ciaran Veitenheimer. Der Weinheimer, fast zwei Köpfe größer, zudem ein Jahr älter als der hallesche Sportgymnasiast, staunte anfangs nicht schlecht über die Angriffslust des Hallensers, der im ersten Drittel noch dran blieb.

Doch dann gab der spätere Sieger richtig Gas, nutzte seine technischen Fertigkeiten und auch seine Länge, um sich abzusetzen und das Gefecht schlussendlich mit 15:4 zu gewinnen. „Zwei Dinge nehmen wir mit“, meint später Tilmans Trainer Janos Igaly. „Einerseits hat Tilman das Minimalziel, die K.O.- Runde zu erreichen, gut umgesetzt. Das er ausgerechnet auf den späteren Gewinner trifft, war sicher ein wenig Pech. Zum Zweiten war aber zu sehen, dass er sich technisch und taktisch deutlich verbessert hat. Er hat Kampfmoral bewiesen und mit den Rundenergebnissen bewiesen, dass er auch international immer konkurrenzfähiger wird. Das sollte ihn motivieren“, so der Coach weiter.    

 Was bleibt, ist ein stark besetztes Turnier, in dem erneut ein deutscher Florettspezialist den Ton angab, zudem vor allem Polen und Frankreich vorn mitmischten. 

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